Relativitätspraxis 25.03.2020

Das Radfahren wurde ja kürzlich vom Spiegel als Viren-Bekämpfungs-Methode schlechthin geadelt. Einerseits sorgt es für den nötigen Abstand zu anderen Zeitgenossen. Andererseits stärkt es das Immunsystem.

Gähn! Ich fahre gefühlt mein ganzes Leben lang Fahrrad, weil ich ohne Medizin-, Psychologie- und Journalistik-Studium gemerkt habe, dass Radfahren für den nötigen Abstand zu meinen Artgenossen sorgt und damit ganz erheblich zu meiner geistigen und körperlichen Gesundheit beiträgt. Erst heute Morgen zischelte eine Rennradfahrerin mehrmals hinter mir, dass man doch eigentlich rechts fährt. Sie konnte mich nicht überholen, weil ich geistesabwesend in der Mitte des schmalen Radweges bei Tempo 20 vor mich hin eierte. Warum hat sie nicht gebrüllt: “Fahr rechts du Arsch oder einfach ihre Klingel betätigt. Richtig, weil sie an ihrem Rennrad keine Klingel hatte, weil das sonst zu schwer wird.

Es hatte eh keinen Sinn, sich auf zu regen, weil wir beide kurze Zeit später vor einer roten Ampel halten mussten. Dort standen erfreulich viele andere Radfahrer. Es ist schon fast ein bisschen wie in Kopenhagen i. M. Aber das können wir z. Z. nicht kontrollieren, weil die Dänen ihr Land zu gemacht haben. Die Dänen machen mir seit ein paar Jahren Sorgen.

Eine andere (ältere) Radfahrerin regte sich 500 m weiter auf, weil ich für einen entgegen kommenden Liegerad-Fahrer hielt. Warum der denn kein Licht an hätte? Man würde den dann besser sehen. Warum fragt sie mich, warum der kein Licht an hat? Liebe Neu-Fahrradfreundinnen, vertreibt Euch die Zeit mit anderen Sportarten, wenn Ihr die Alltagsradler weiter nervt.

Und nun die neuesten Zahlen (Anteil Infizierter an der Gesamtbevölkerung in Prozent):

  • Mecklenburg – Vorpommern 0,0149 %
  • Bundesrepublik Deutschland 0,0450 %
  • Italien 0,1229 %
  • Dänemark 0,0331 %
  • Volksrepublik China 0,0058 %