Hardcover neu definiert

Eine erste Anfrage nach Speisekarten mit “Holzeinband” lehnten wir aus Zeitgründen ab. Für das nun fertig gestellte hölzerne Hochzeitsalbum (der Inhalt ist in diesem Fall nebensächlich) glaubten wir genug Zeit zu haben. Angefragt hatte die Kundin im April, die Hochzeit sollte Anfang September sein. Genug Zeit zum Nachdenken … es wurde dann ganz schön knapp und ein Wochenende vor dem Termin herrschte hier richtiges Chaos und nichts war fertig. Sucht man im www nach “Holzbuch” findet man allerhand unbefriedigende Produkte, die oft nicht mal was mit Holz zu tun haben. Vom Sperrholz-Aktenordner bis zur Holzkiste mit Papierstapel ist alles dabei. Ein Produkt aus echtem Holz mit den Eigenschaften eines Buches fand sich nicht. Im Baumarkt kam man auch auf keine zündende Idee. Das Holz war zu dick, die Scharniere zu sperrig. Schließlich versuchten wir es mit einer modifizierten japanischen Bindung, was zu völliger Verzweiflung und fast zur Aufgabe führte. Aber in der Stunde tiefster Ratlosigkeit kam der rettende Geistesblitz und wir stellten fest, dass wir alles, was wir brauchten, im Haus hatten: leichtes Holz von einer zerlegten Palette, einen Winkelschleifer, Teakholz-Lasur, ein paar Drahtbinde-Elemente für dicke Papierstapel, eine mürbe alte Lederjacke und Ziernägel, fertig. Am Ende hätten wir das Einzelstück am liebsten behalten.

The hardest hardcover in the world.