Einfach machen

Coronaferien im Pandemonium

Die Schweden haben sich anders als die Briten, nicht dem Druck der durchgedrehten anderen Regierungen und der Panikmache der “Qualitätsmedien” gebeugt. Sie haben auf Freiwilligkeit gesetzt und haben das “Killervirus” einfach im Park, auf dem Spielplatz, beim Golf spielen oder in der Kneipe aus gesessen. Die Berichterstattung war entsprechend, mitleidig bis gehässig.

Dachte ich also, ein guter Zeitpunkt um hin zu fahren. Das auswärtige Amt hatte zwar eine Reisewarnung ausgegeben. Aber wenn ich mir das Wirken des aktuellen Außenministers so anschaue, kann man die eigentlich nur als Aufforderung werten. Also Fahrrad gepackt und ab zur Fähre. Am Tag davor noch Zweifel, weil sich die “Qualitäts-Presse” nach einem Urteil in Niedersachsen genötigt sah, die nächste Artikelserie auf Schweden abzufeuern. Am Stena-Line-Schalter wurde ich schon etwas komisch gemustert. Aber niemand hielt mich auf. Auf der Fähre war viel Platz. Zwei russische Familien trugen die ganze Zeit Mundschutz. Das waren die letzten, die ich in den nächsten 10 Tagen zwischen Trelleborg und Norrköping gesehen habe.

Die Leute waren freundlich wie immer, fragten, wo ich denn her käme und freuten sich, dass ich da war. Und Wunder, nirgendwo stapelten sich die Leichen in den Straßen. Es waren eher weniger Krankenwagen als sonst unterwegs. Die Kneipen waren voll. Die Kinder spielten zusammen auf Schulhöfen und vor den Kindergärten (auch bei Regen übrigens). Und der absolute Höhepunkt war eine Gruppe von ca. 20 sehr betagten Schweden beim Boule-Spiel. Kontrollen bei Ein- und Ausreise? Keine!

Und dann kommt man erholt wie selten wieder nach Deutschland und wird sofort angezählt, weil man beim Einkaufen den albernen Lappen nicht vorm Gesicht hat … Aufwachen Leute!